Tiroler Tageszeitung

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D. Lenninger, A. Gruber

31. Juli 2026

Ein Westderby mit viel Fremdkapital

Wenn der FC Wacker Innsbruck heute (18.30 Uhr) im Tivoli auf SW Bregenz trifft, heißt es seitens der Investoren auch „Amerika gegen Japan“. Das erste Westderby in Liga zwei wird gleich ein erster Gradmesser.


Aus sportlicher Sicht erhält man heute Abend eine erste Antwort darauf, wie sich Aufsteiger Wacker Innsbruck in der neuen Liga schlagen kann. Denn Schwarz-Weiß Bregenz gleicht fast gar nicht mehr jenem Team, das in der Vorsaison als Tabellenvorletzter nur deswegen die Liga hielt, weil es aus der Regionalliga Ost keinen Aufsteiger gab bzw. der SV Stripfing (Konkurs) und Austria Klagenfurt aus finanziellen Gründen aus- bzw. absteigen mussten.

Während der FC Wacker einen Großteil seiner liquiden Mittel dank der Partnerschaft mit LA FC bezieht, fließt im Ländle frisches Geld aus Japan: Der Traditionsclub ging eine Partnerschaft mit Tochigi City und Sporting Director Takashi Okuri ein. Ein höherer sechsstelliger Betrag soll in die neu gegründete GmbH fließen, an der der Verein weiter 51 Prozent hält. Okuri, der heute extra zum Tivoli-Auftakt eingeflogen wird, ist Besitzer der Firma Nippon Rika, die heute Isolationsmaterialien vertreibt. Seine Idee gleicht ebenfalls dem FCW-LAFC-Modell: Er will den Verein nach oben führen und japanische bzw. internationale Talente (aktuell fünf Japaner, fünf Brasilianer) in die Auslage stellen. Ein neuer Kraftraum im Heim-Stadion untermauert die neue Zugkraft. Und einen wie Angreifer Atsushi Zaizen kennt man aus vergangenen Tagen auch beim FC Wacker bestens.

Alle Mann an Bord

„Sie spielen einen ganz anderen Fußball als letzte Saison und haben vorne mit ihrem neuen Stürmer aus England (La’Sean Sealey/1,90 m) eine extreme Wucht“, erklärte Sebastian Siller nach dem gestrigen Abschlusstraining. Zugleich ist der Wacker-Trainer gespannt auf das Kräftemessen: „Sie wissen wenig über uns und wir wenig über sie.“ Siller machte einen relaxten Eindruck. Wohl auch deshalb, weil er angab, aus dem Vollen schöpfen zu können. In der Startelf werden wohl erneut – mit wenigen Ausnahmen – hauptsächlich Spieler des Aufstiegskaders stehen. Siller rechnet mit mindestens 4000 Fans: „Ich spüre pure Vorfreude und das Kribbeln wird am Freitag noch mehr kommen.“

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