Vor Gastspiel bei Ex-Club FC Wacker hat Goalie Christopher Knett nach Fußball-Stationen im Iran und in Saudi-Arabien viel zu erzählen.
Zwei Jahre in Innsbruck reichten, um den FC Wacker ins Herz zu schließen. „Ich liebe die Wacker-Fans und bin immer mit einigen von ihnen in Kontakt gewesen“, erklärte Torhüter Christopher Knett. Am Freitag gibt es die Chance zum persönlichen Austausch, da kehrt der 36-Jährige in den Goalie-Handschuhen von Fußball-Zweitliga-Rivale St. Pölten ins Tivoli-Stadion zurück. Die Erinnerungen an die Zeit zwischen 2017 und 2019? „Ich habe einen meiner schönsten, aber auch meinen bittersten Moment erlebt“, erklärt Knett, der in die Bundesliga auf- und wieder abstieg.
Grenzerfahrungen scheint Knett anzuziehen. Der Wechsel nach Griechenland (zwei Jahre bei Erstligist Panetolikos) mag noch mit einem gewöhnlichen Karriereverlauf in Einklang zu bringen sein. Anschließend verkam der Wiener aber endgültig zum Fußball-Exoten.
In Iran wie Superstar gefühlt
Als sich Knett auf dem Transfermarkt „verpokerte“, wie er sagt, kam ein Anruf aus dem Iran. „Am Anfang habe ich gesagt: Keine Chance, dass ich da hingehe. Dann habe ich die Zahlen gesehen ...“ Knett zog samt Familie (Frau und zwei Kinder/aktuell 12 und fünf Jahre alt) in den Iran und spielte ein Jahr bei Erstligist Sepahan und zwei Jahre bei Foolad.
Den Faktor Geld verhehlt der Torhüter nicht: „Es ist Fakt, dass man da richtig viel verdienen kann. Summen, die ich in Europa nicht bekomme.“ Und nicht nur beim Blick auf das Bankkonto ortete Knett eine fast schon surreale Wertschätzung: „Man fühlt sich wie ein Star und wird auch so behandelt.“ Ob Chauffeur oder Dolmetscher: Der Familie – der ältere Sohn bekam Online-Schulunterricht – wurden alle Wünsche von den Augen abgelesen: „Wir hätten alles haben können.“
Was Knett wichtig ist: Auch sportlich sei es „sehr spannend“ gewesen: „Du spielst auch einmal vor 100.000 Leuten. Die sind so fußballverrückt, das kann man sich hier gar nicht vorstellen.“
Mit St. Pölten noch punktelos
Mit Foolad kam er in der asiatischen Champions League ins Viertelfinale. „In der Champions League zu spielen, war mein Traum. Welche, das war mir egal“, lächelte Knett, der wegen der problematischen Menschenrechtslage Bedenken hatte. Das Resümee: „Das Land hat seine Probleme, das steht außer Frage. Aber wir haben nicht viel mitbekommen. Du lebst abgeschottet.“
Dann spielte Knett noch ein Jahr in Saudi-Arabien (2. Liga): „Die Bedingungen sind top. Aber es werden Sachen entschieden, die nicht nachvollziehbar sind. Jemand hat Geld und wir sind sein Spielzeug.“
Nach seiner Rückkehr nach Österreich zu St. Pölten wurde Knett vergangene Saison gleich Vizemeister. Heuer misslang der Auftakt – drei Niederlagen: „Im Verein weiß man das gut einzuordnen. Und abgesehen von der Niederlage in Linz waren wir spielbestimmend.“ Der Ausblick auf Freitag: „Ich bin glücklich darüber, dass der FC Wacker wieder im Profifußball ist. Nichtsdestotrotz steht im Vordergrund zu gewinnen. Da bin ich Sportler genug.“
Grenzerfahrungen scheint Knett anzuziehen. Der Wechsel nach Griechenland (zwei Jahre bei Erstligist Panetolikos) mag noch mit einem gewöhnlichen Karriereverlauf in Einklang zu bringen sein. Anschließend verkam der Wiener aber endgültig zum Fußball-Exoten.
In Iran wie Superstar gefühlt
Als sich Knett auf dem Transfermarkt „verpokerte“, wie er sagt, kam ein Anruf aus dem Iran. „Am Anfang habe ich gesagt: Keine Chance, dass ich da hingehe. Dann habe ich die Zahlen gesehen ...“ Knett zog samt Familie (Frau und zwei Kinder/aktuell 12 und fünf Jahre alt) in den Iran und spielte ein Jahr bei Erstligist Sepahan und zwei Jahre bei Foolad.
Den Faktor Geld verhehlt der Torhüter nicht: „Es ist Fakt, dass man da richtig viel verdienen kann. Summen, die ich in Europa nicht bekomme.“ Und nicht nur beim Blick auf das Bankkonto ortete Knett eine fast schon surreale Wertschätzung: „Man fühlt sich wie ein Star und wird auch so behandelt.“ Ob Chauffeur oder Dolmetscher: Der Familie – der ältere Sohn bekam Online-Schulunterricht – wurden alle Wünsche von den Augen abgelesen: „Wir hätten alles haben können.“
Was Knett wichtig ist: Auch sportlich sei es „sehr spannend“ gewesen: „Du spielst auch einmal vor 100.000 Leuten. Die sind so fußballverrückt, das kann man sich hier gar nicht vorstellen.“
Mit St. Pölten noch punktelos
Mit Foolad kam er in der asiatischen Champions League ins Viertelfinale. „In der Champions League zu spielen, war mein Traum. Welche, das war mir egal“, lächelte Knett, der wegen der problematischen Menschenrechtslage Bedenken hatte. Das Resümee: „Das Land hat seine Probleme, das steht außer Frage. Aber wir haben nicht viel mitbekommen. Du lebst abgeschottet.“
Dann spielte Knett noch ein Jahr in Saudi-Arabien (2. Liga): „Die Bedingungen sind top. Aber es werden Sachen entschieden, die nicht nachvollziehbar sind. Jemand hat Geld und wir sind sein Spielzeug.“
Nach seiner Rückkehr nach Österreich zu St. Pölten wurde Knett vergangene Saison gleich Vizemeister. Heuer misslang der Auftakt – drei Niederlagen: „Im Verein weiß man das gut einzuordnen. Und abgesehen von der Niederlage in Linz waren wir spielbestimmend.“ Der Ausblick auf Freitag: „Ich bin glücklich darüber, dass der FC Wacker wieder im Profifußball ist. Nichtsdestotrotz steht im Vordergrund zu gewinnen. Da bin ich Sportler genug.“
