Tiroler Tageszeitung

Tiroler Tageszeitung

Daniel Lenninger

12. Oktober 2026

Plötzlich Stammspieler

Voller Fokus auf Fußball: Seitdem blüht Wacker-Youngster Luis Gstrein aus dem Ötztal auf.
 
Als der FC Wacker in den vergangenen Jahren von der Tiroler Liga in die 2. Liga durchmarschierte, war Luis Gstrein Ergänzungsspieler. Immer wieder ließ der 20-Jährige sein Talent aufblitzen, nachhaltig in der Startelf verankern konnte sich der Offensivspieler aber nicht. Mittlerweile ist das Schnee von gestern, denn zuletzt war der Mann der Stunde für Trainer Sebastian Siller am linken Flügel unverzichtbar. 

Das Markenzeichen des Ötztalers ist längst nicht nur noch die Geschwindigkeit, es sind auch die Tore: Am Samstag traf Gstrein in der 2. Liga beim 2:1-Sieg bei Rapid II im vierten Pflichtspiel in Serie. In der Länderspielpause hatte er auch gegen FC Südtirol gejubelt. 

„Ich fühle mich zurzeit sehr sicher auf dem Platz und habe einen guten Lauf. Das möchte ich beibehalten und so unbekümmert weiterspielen“, genießt Gstrein das Momentum und bedankt sich auch artig bei seinen Teamkollegen: „Es bin nicht nur ich, sie setzen mich sehr gut in Szene.“ 

Aber wie ist der Erfolgslauf erklärbar? Mit Sicherheit spielt es eine Rolle, dass Gstrein gegen höherstehende Defensivreihen seine Qualitäten noch besser ausspielen kann. Ergänzend kommt hinzu, dass er sich mittlerweile voll auf Fußball konzentrieren kann. Nach der fünfjährigen Schulausbildung an der HAK Imst hielt den Shootingstar vergangene Saison der Zivildienst beim Roten Kreuz auf Trab: „Dass ich keine Doppelbelastung mehr habe, hilft mir enorm.“ 

Das soll auch Austria Salzburg am Freitag spüren. Der Kicker vom Heimatclub SV Längenfeld besuchte nie eine Fußballakademie und lebt trotzdem seinen Traum: „Dass ich jetzt im Profifußball angekommen bin, fühlt sich ein bisschen unrealistisch an.“

Mehr aus dem tivoli12 Universum